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Marille

(Prunus armeniaca)

III — IV Home Obstgärten
2 — 8 m Kulturpflanze NE
Prunus armeniaca
Synonyme: Amygdalus armeniaca, Armeniaca vulgaris, Aprikose. Makrophanerophyt, coll-um. Die Langtriebe haben keine echte Endknospe. Die gesägten Laubblätter sind breit eiförmig bis herzförmig. Der Kelch und der Blütenboden sind rotbraun, die Kronen weiß. Die Blätter erscheinen nach der Blüte. Der Baum tritt eher selten verwildert auf (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Prunus armeniaca
"Aprikose" sagt in Österreich niemand. Das Obst wird roh verzehrt, oder wird zur Herstellung von Marmelade verkocht. Besonders beliebt sind Marillenknödel. Dazu werden entkernte Marillen mit einem Topfenteig umgeben. Einen besonderen Genuss stellt auch der herrlich duftende Marillenschnaps dar.
 
Prunus armeniaca
Blütenboden und Kelchblätter rotbraun, behaart; Krone weiß
 
Prunus armeniaca
Aufnahmen: 29.03.2014 Wachau nahe Spitz
 
Prunus armeniaca
 
 
Prunus armeniaca
Aufnahmen: 22.09.2009 Weingarten am Spitzerberg, Niederösterreich.

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1479. P. Armeniaca L. (Armeniaca vulgaris Lam. Gemeine A.)
Baum, 10 — 20' hoch, mit kastanienbraunen Zweigen. Blätter eiförmig oder rundlichoval, öfter herzförmig, gesägt, spitz oder zugespitzt, kahl, lederig, jung röthlich, später dunkelgrün, gestielt. Blattstiele fast so lang als die Breite des Blattes, je mit 2 Drüsen besetzt. Blüthen meist einzeln, seitlich an Zweigen fast sitzend, vor den Blättern hervorbrechend. Kelche röthlich, von der Krone abstehend, zurückgeschlagen. Kronen milchweiss. Steinfrüchte kugelig, mit einseitiger Längsfurche. Oberhaut bleichorangenfarben, sammetig. Fruchtfleisch gelb, wohlschmeckend. Steinschale bauchig linsenförmig mit 2 vorspringenden Randnähten, glatt. Die Früchte (bei uns Marillen) ein edles Obst.
März — April


Stammt aus dem Caucasus und wurde zu Alexanders Zeiten nach Griechenland und später nach Italien gebracht. In Obstgärten und an Mauern spalierartig gepflanzt. In Gebirgsgegenden selten zu vollkommener Reife gelangend.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 234), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 20.07.2026

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